Auftakt

Wie fang ich an?

Nach dem hochwertigen Start vor knapp zwei Wochen ist es hier etwas ruhig geworden. Und es scheint offensichtlich, dass man ein Projekt wie einen Blog nicht kurz vor der Prüfungszeit beginnen sollte. Bisherige Erfahrungen zeigen aber, dass wir am besten vorankommen, wenn wir überhaupt erstmal anfangen. Und in diesem Sinne fange ich jetzt auch mit neuem Inhalt an. Oder besser von neuem Inhalt. 😉

Was ist es eigentlich, über das ich berichten möchte? Warum habe ich mich entschieden, einen Blog zu eröffnen. Wie die Vorstellung vermuten lässt, ist das nicht so einfach gesagt.

(Natur-)Wissenschaft

Ein großes Interessengebiet ist die Naturwissenschaft und, passend zum Studium, darin die Chemie. Bereits da fängt der Inhalt an hervorzusprudeln: Wissenschaft versus Naturwissenschaft? Aufteilung von Naturwissenschaft in Physik, Chemie, Biologie etc.?

Wie viele andere sicher auch, fesselt mich die Neugier, die Natur zu verstehen. Und die Wissenschaft gibt ebendiese Möglichkeit, sie hat ebendieses Ziel. In allen Gebieten wird theoretisiert, experimentiert, diskutiert; kurz: geforscht. Wissenschaft ist in diesem Sinne eine, wenn nicht die Methode, neues Wissen zu generieren, und baut dabei auf den zuvor vorhandenen Wissen auf. Das trifft prinzipiell auf alle Wissenschaften zu. Ich beschränke mich jedoch vor allem auf die sogenannten Naturwissenschaften wie unter anderem die oben genannten, aber auch etwa Astronomie. In diesem Zusammenhang sei auch Florian Freistetter erwähnt, der mit seinem Blog Astrodicticum Simplex einen großen Anteil daran hat, dass ich mich zum einen stärker für Astronomie interessiere und mich zum anderen mit vergleichsweise ungeahnter Geschwindigkeit dazu durchringen konnte, diese Seite auf die aktuelle Weise aufzusetzen.

Chemieblogs auf der roten Liste

Auf der Suche nach Chemieblogs musste ich feststellen, dass es an diesen eklatant mangelt, insbesondere im Vergleich zu anderen naturwissenschaftlichen Themen. Von den gefundenen ist Tautomerie so ziemlich das Konzept, nach dem ich lange gesucht hatte. Und doch gibt es ein Problem, wenn ich es selbst so tun wollte: Ich habe so unterschiedliche Themeninteressen und Ideen, dass das Resultat dem Titel “Chemieblog” vermutlich nicht mal gerecht würde. Ich möchte dennoch versuchen, die wunderbare Welt der Atome, Moleküle, chemischen Bindungen & Co. den geneigten Lesern näher zu bringen. Die geplante Bandbreite reicht von Grundlagen über die Vorstellung und Klärung ungewöhnlicher und/oder amüsanter Phänomene bis zu aktueller Forschung, sofern die Fähigkeiten es gestatten. Für eine weitere Auffächerung verweise ich jedoch auf einen zukünftigen Beitrag, der den chemischen Themenschwerpunkt einleiten soll.

Nochmal in English, ください!

Reicht das schon? Ja, prinzipiell, aber weitere Themen Drängen sich auf. So interessiere ich mich auch für Sprachen. Aktuell lerne ich Japanisch, das definitiv thematisiert wird, sei es durch Kuriositäten, etwa adaptierte deutsche Wörter, oder Grundlegendes, z. B. die Vorstellung des Konzeptes dieser Sprache; wenngleich sicher nicht auf akademischem Niveau – was auch von Vorteil sein kann. Doch auch die englische und deutsche Sprache bieten sich an. Zu letzterer weise ich auf den geplanten “das(s)”-Artikel hin, der hoffentlich etwas Klarheit schaffen und für bessere Lesbarkeit in der Welt der deutschsprachigen Texte sorgen möge. (Die großen Träume des kleinen Bloggers?)

Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt

Weiterhin bin ich begeisterter Video-, Brett- und Kartenspieler. So werden Spielvorstellungen gewiss nicht ausbleiben, da hat gg_mouse auf unserem (Unter)Blog MehrSpielerQuote bereits Vorarbeit geleistet. Auch die Spielentwicklung ist ein interessantes Gebiet, insbesondere die der digitalen Kategorie. Revolution Arts selbst wurde ursprünglich als Videospielentwickler “gegründet” und auch, wenn dieses Vorhaben zurückgefahren wurde, bleiben die Überlegungen in diesem Bereich nicht aus – mit dem Unterschied, dass nun eine Platform besteht, die etwaigen Output ermöglicht. Schließlich sind in den Jahren seit der Gründung (und noch davor) viele Spielideen durch die Köpfe und Datenleitungen gegeistert, ohne das Licht der Öffentlichkeit (sei es auch nur im Kleinen) zu erblicken. Welche Verschwendung, wenn das auf ewig so bleiben würde.

Einen Akzent will ich auf das Konzept der Lernspiele setzen, der immer mehr mein Interesse weckt. Die Idee, spielend zu lernen, im besten Fall sogar Wissen unbewusst aufzunehmen und verfügbar zu haben, stellt für mich eine ungeschöpfte Ressource dar. In diesem Zusammenhang gibt es meinerseits auch Überlegungen, Spiele und/oder Programme zu entwickeln, die unaufdringlich chemisches Grundwissen vermitteln sollen. Wie weit das gehen wird, muss sich noch zeigen. Zuvor wird aber sondiert, was vor allem im kostenlosen Bereich bereits angeboten wird.

Sonstiges

Letztlich bleiben natürlich die zu erwartenden Buch-, Film-, Rezept- und sonstigen -Vorstellungen sowie Kommentare zu Gesellschaft, Politik und  Toilettenpapier nicht aus, die sich beim Leben und Durchleben zwangsläufig ergeben.

In diesem Sinne hoffe ich auf interessante Themen, gute Artikel sowie angeregte und konstruktive(!) Diskussionen. Das nächste Mal geht’s dann auch um und handelt nicht nur von Inhalt. 😉

Review: Welcome to the NHK! (NHK ni Youkoso!)

Satous Appartment
Satous Alltag, wird Misako da etwas dran ändern können?

NHK steht für Nippon Hōsō Kyōkai – also in etwa “Japanische Rundfunkgesellschaft”. Für den Protagonisten aus NHK ni Youkoso!, Tatsuhiro Satou, jedoch nicht. Er ist ein Hikikomori, also ein Japaner, der sich aus dem sozialen Leben zurückgezogen hat und dank seiner Gesellschaftsangst nur noch selten seine Wohnung verlässt. Satou wittert seit Langem überall Verschwörungen: NHK und eine Rundfunkgesellschaft? Ganz bestimmt nicht, denn NHK bedeutet für ihn ‘Nihon Hikikomori Kyoukai’ und ist eine Organisation die sich zum Ziel gemacht hat, Menschen in den Hikikomori-Stand zu drängen. Aber Satou sieht noch ganz andere Dinge: So redet er des Öfteren mit seinem Kühlschrank oder der Mikrowelle und erhält nicht selten auch Antwort.

So gesehen:

in japanischer Synchronisation und mit englischen Untertiteln

Nun klopft eines Tages ein junges Mädchen namens Misaki an seine Tür. Sie will ihm helfen und verspricht ihm, ihn von seinem Hikikomori-Dasein zu befreien. Zögernd lässt er sich darauf ein. Auf dem Weg zur Erlösung kollidiert Satou oft mit anderen Charakteren, wie seinem anime-verrückten Nachbarn Yamazaki (mit dem er durch einige Umstände gezwungen ist, ein Eroge, also ein Hentai-Spiel, zu produzieren) oder einer ehemaligen Schulkameradin (die wahrscheinlich die Mutter aller Verschwörungsfanatiker darstellt). Ob Satou es schaffen wird, sich seiner Gesellschaftsangst zu stellen? Oder ist letztendlich doch alles nur eine Verschwörung des Öffentlich-Rechtlichen?! Die Antwort läge auf der Hand, würden wir es hier mit dem deutschen Fernsehen zu tun haben … so aber spielt ‘Welcome to the NHK!’ über 24 Episoden hinweg einen Anime zwischen Comedy, Romance, Drama und Gesellschaftsatire.

Qualität
Woah, was ist denn da schiefgelaufen?

Optik Hier spielt NHK mit den Gefühlen des Zuschauers. Auf der einen Seite haben wir die wirklich schönen Hintergründe und das tolle, realistische Charakterdesign und auf der anderen Seite steht die in einigen Folgen wirklich grottige Animation. Da ruckeln Figuren bei sehr bescheidenen Bildraten über den Bildschirm, sodass man sich vom Zeichenstil fast schon an Shin-Chan oder Kemono Zume erinnert fühlt. Es darf bezweifelt werden, ob das auf Absicht oder nur auf ein niedriges Budget zurückgeführt werden sollte.

Akustik Bei der tontechnischen Gestaltung gibt es nichts zu beanstanden. Die Sprecher bringen Emotionen und Texte sehr gut rüber und sind auch von sich aus passend gewählt. Die Musik stellt einen wirklichen Höhepunkt der Serie dar. Das beginnt beim tollen Opening “Puzzle”, wandert über die sehr schöne Backgroundmusik bis zu den beiden Endings (von welchen vor allem das erste hervorzuheben wäre). Ein ungewöhnliches Zwischenhoch beweist noch einmal das Opening eines fiktiven Magical-Girl Animes, welches unserem Protagonisten alle naselang unterkommt. Effekttechnisch gibt es keine Ausreißer zu verzeichnen.

Schlechter Zeichenstil führt zu Implikationen
Nein, das ist nicht das, wonach es aussieht – das ist nur ein weiteres Beispiel der teils grausigen Zeichnungen

Storytelling/Charaktere Die Handlung von Welcome to the NHK! lässt sich animetypisch in mehrere Arcs einteilen, wobei eigentlich fast jeder eine bestimmte Gesellschaftsproblematik behandelt. Die Charaktere sind alle wunderbar ausgearbeitet und haben anfangs auch einige Dinge zu verbergen, die erst später aufgedeckt werden. So hält sich der Spannungsbogen durchgängig oben. Der Anime lässt sich mit vielen Dingen Zeit, was besonders der Charakterentwicklung zu Gute kommt. Erst gegen Ende erscheinen einige Dinge etwas überhastet. Erzählt werden Satous Erlebnisse zwar immer humoristisch, oftmals aber auch mit einem, dem Thema angemessenen, ernsten Unterton. Unterhaltsam anzusehen sind auch seine teilweise erfolgenden Paranoiaanfälle oder Träume, die bildtechnisch immer ins Groteske abrutschen.

Satous Traum
Satou in geheimer Mission!

Fazit Wer es nicht unbedingt auf Action anlegt hat und auch mal etwas Dramatisches und Ernstes verträgt, ist mit Welcome to the NHK! ~ NHK ni Youkoso! gut beraten. Der Anime bietet Unterhaltung auf, fast durchgängig, hohem Niveau und ist auch in jeder Folge für einen Lacher gut. Eine gewagte Mischung also, dessen Probe die Serie aber ohne Frage besteht.

Käsekuchen for President

Um die Webseite gebührend zu starten und den inhaltlichen Durchschnitt der ersten Wochen hochzusetzen, ist mein erster Beitrag das Rezept für einen einfach zu machenden und sehr schmackhaften Käsekuchen, a.k.a. Quarkkuchen. Das ist mein Standardkuchen und immer begehrt. Da wäre es schade drum, ihn anderen vorzuenthalten, die nicht in der glücklichen Lage sind, den Kuchen direkt serviert zu bekommen.

Es gibt acht Zutaten, die Zubereitung des Teigs dauert etwa 20, das Backen ungefähr 45 Minuten. Als Einteigkuchen gibt man die folgenden Zutaten zusammen und verrührt sie gut mit einem Handrührgerät:

  • 1 kg Quark
  • 200 g (weiche) Butter
  • 300 g Zucker
  • 3 Eier
  • 1 Päckchen Vanillepuddingpulver
  • ½ Päckchen Backpulver
  • 4 EL Grieß
  • Zitronensaft

Die Menge an Zitronensaft kann man nach Belieben wählen. Ursprünglich bezog sich das Rezept auf eine halbe Zitrone, aber seit ich zu den zitronenförmigen Saftfläschchen übergegangen bin, mache ich nach Gefühl zwei bis drei Spritzer davon rein.

Anschließend wird eine Springform (28 cm) eingefettet, mit Grieß bestreut und der Teig eingefüllt. Die Form bleibt etwa 45 Minuten bei 175 °C im Backofen, bis der Kuchen die gewünschte Bräune angenommen hat. Ich bevorzuge ihn gelblich mit hellbraunem Rand, aber das kann jeder selbst entscheiden. Er ist üblicherweise auch noch genießbar, wenn man ihn länger im Ofen lässt – etwa, weil man vergessen hat, eine Uhr zu stellen.
Meist bricht der Kuchen während des Backens auf. Das ist nicht schlimm und beeinträchtigt den Geschmack nicht.

Aus dem Ofen holen, abkühlen lassen, servieren. Et voilà: Guten Appetit!

Bild von fertigem Käsekuchen
Frisch gebackener Käsekuchen

Revolution Arts öffnet seine Pforten

Willkommen auf Revolution Arts!

Dies ist nach mehreren Versuchen die neuste Ausprägung unserer Internetpräsenz: ein Blog auf Grundlage von WordPress. Es zeichnet sich im Vergleich zu vorigen Versuchen insbesondere durch einfache Bedienbarkeit und erprobte Funktionalität aus.

Wir werden hier über alles schreiben, das uns interessant erscheint. Die Schwerpunkte liegen bei Spielen und (Natur-)Wissenschaft, aber auch Sprachen, Gesellschaft, Politik und weitere beschäftigen uns und werden daher Themen für Beiträge bieten.

Wir wünschen viel Vergnügen!